…seitens der Owner und einiger Cacher.
Heimatbesuch. Fast 22 Jahre lebte ich Tag ein, Tag aus hier in der wunderschönen Spitzenstadt Plauen. Kindheit, Schule und zum Teil auch Ausbildung habe ich hier erleben dürfen.
Man kennt Leute, das Umfeld, Straßen und auch Schleichwege. Gewohnheiten, Eigenarten sowie Mundart der hier lebenden Bevölkerung sind einem auch größtenteils und bestens bekannt.
Ausbildungsende, Arbeitsvertrag, Ferne. Weg war ich. Neue Menschen, Gewohnheiten, Eigenarten, Mundarten und ein auch neues Hobby Geocaching.
Der Beginn der neuesten Lieblingsbeschäftigung stand unter keinem guten Stern. Früher verborgen und geheim, tritt nun die lang erhoffte, beliebte und exotische Freizeitbeschäftigung immer mehr in die Öffentlichkeit. Zu spät damit begonnen – könnte man meinen.
Aufgrund negativer Presse, welche fast täglich aber zumindest regelmäßig also mindestens wöchentlich, publiziert wird, sind es schwere Zeiten für dieses Hobby. Neue Richtlinien, welche spezifieren was machbar ist und was nicht sind notwenig. Auch steht die Gemeinschaft selbst in der Pflicht durch regelkonformes Verhalten und vernünftiges Handeln größeren Schaden für das Hobby abzuwenden.
Als Geocacher ist man im Regelfall mehr auf der Suche als am Verstecken. Die Suche ist vorherrschend, bei allem. Beispielsweise: Fährt man in den Urlaub sucht man in der Pause auf einem Parkplatz eventuell einen kleinen Tradi, radelt man gerne so sucht man Caches auf einer Radtour oder radelt bewusst Caches ab.
Man versucht im Regelfall andere Freizeitbeschäftigungen mit Geocaching zu kombinieren. Das Einfachste ist Wandern, Radfahren, Klettern oder auch etwas exotisches wie Tauchen und vieles mehr. Auch Pflichten können durch unser Hobby attraktiver werden lassen. Sei es der Spaziergang mit dem Hund, der Sonntagsspaziergang mit der Familie oder auch eine Pause von der Arbeit.
Doch zu Anfang. Heimatbesuch! Hund – zur Pflege. Das Getier will regelmäßig bespaßt sowie der Drang zu Cachen gestillt werden. Man könnte beides kombinieren. Gut das ich vor einiger Zeit schon eine Benachrichtigung für die Heimat eingerichtet habe. Diese leistet auch brav ihren Dienst und informiert mich über einige neue und einfache Dosen innerhalb des Hunderadius in der ehemaligen Homezone.
Noch eine Bekannte, ebenfalls Cacherin, als Begleitung für mich und den Hund organisiert und ab in den Wald. Einfache Dosen sollten uns erwarten. Zumindest laut der Karte auf geocaching.com mit der Ansicht der OSM-Variante sollten sich diese in unmittelbarer Nähe zu Wegen befinden und hätten eine Runde ergeben.
Zumindest in der Theorie. Die Praxis war ein wenig anders.
Die Wege waren mir zum Teil aus meiner Kindheit/Jugend bekannt und auch entsprechend in der OSM-Karte bei geocaching.com sowie auf der OSM-Karte auf meinem GPS vermerkt.
Je näher man den Ziel-Koordinaten kam, musste man Feststellen das diese weit ab der Wege liegen. Hier muss man unterscheiden Offizieller Weg, Inoffizieller Weg, Trampelpfad und eben kein Weg. Der Offizielle Weg war gut gepflegt und es war sichtbar, dass hier regelmäßig Menschen verkehren.
Der inoffizielle Weg war kaum noch als solcher zu erkennen. Stark verwildert und kaum von Spaziergängern genutzt sollte dieser aber zum Auffinden der Caches benutzt werden. Soweit so gut, therotisch kein Problem. Für mich zumindest.
Aber die Dosen lagen nicht in der Nähe der Wege. Sprich man musste den offiziellen Weg und/oder den inoffiziellen Weg verlassen um in die Richtung der Dosen zu kommen. In einem gewissen Maße ist das auch vertretbar. Für mich liegt da die Grenze bei 5-10 Metern je nach Flora und Gelände.
Bei der Runde wurde meine persönliche Grenze bei weitem überschritten. In der Nähe einiger Dosen befanden sich keine Wege oder gar Trampelpfade. Letztere zumindest noch nicht. Das war der erste Punkt der mich störte. Da es sich um Traditionals handelte, ist hier mit einem erhöhten Besuch von Cachern zu rechnen.
Ergo wird hier auf lange sicht die Flora und eventuell auch die Fauna gestört. Verstoß gegen die Gudelines #1
“Wenn Du einen Cache versteckst, überlege Dir genau, warum Du anderen diesen Ort zeigen willst. Sollte der einzige Grund der Cache selbst sein, dann finde ein besseres Versteck!”
Die Caches wurden anlässig eines Events mitten in der Natur ausgelegt. Ergo liegen sie nur des Caches willens dort. Zu sehen gab es nichts. Verstoß gegen die Gudelines #2
Aus diesen beiden Gründen habe ich die Caches erst mit einem Fund und anschliessend mit einem “Needs Archived”-Log versehen. Der Fund-Log zum einem, weil ich vo Ort war und somit im Logbuch stehe. Zum anderem weil mir vor Ort ein Bild von dem Cache machen konnte. Außerdem ein “Needs Archived”-Log ohne Fund könnte man als Willkür bezeichnen. Ich bin mir sicher das es in diesem Fall auch so gewesen wäre, aber das ist ein anderer Punkt.
Ich habe bewusst nur die beiden Punkte explizit aufgeführt. Dazu habe ich noch erwähnt, dass vermutlich die Erlaubniss der Grundstückseigentümer zum Auslegen des Caches fehlt. Laut Karte und meines Wissens handelt es sich um den Plauener Stadtwald. Im Forstbezirk Plauen, zu dem auch der Plauener Stadtwald gehört, sind über 50% Privatwald. Da ich die Gegend kenne kann ich in etwa die Besitzverhältnisse einschätzen und bei dem Bereich der Caches ist mit Sicherheit Privatbesitz dabei. Falls nicht wäre es nichts desto trotz Eigentum der Stadt oder des Landes! Laut den neuen Richtlinien wären auch diese um eine Erlaubniss, zum Auslegen eines Caches, zu fragen.
Wäre ich kleinlich könnte ich noch hinzufügen das die Caches komerziell sind (Die Deckel der PET-linge zeigen das Logo eines lokalen Getränkelieferanten – laut Guidelines untersagt) und nicht sichtbar mit einer GC-Nummer versehen sind. Aber ich wollte die Kirche im Dorf lassen.
Grundsätzlich kann man ja über alles reden und im Regelfall hilft man sich untereinander. Wenn ein Cache ein NA-Log bekommt, weil er gegen die Richtlinien verstößt, sollte man gemeinsam eine Lösung finden um den Cache zu erhalten oder eben diesen im Extremfall, zu archivieren.
Regeln gibt es zu recht. Ich nehme auch nicht 100% alles genau, warum auch – so lange es in einem gewissen Maße vertretbar ist.
Das schlimmste, was ich finde, war die Reaktion der Community hier vor Ort.
Vom Owner wurde ich als selbsternannter Reviewer verschrien, die Örtliche Community pflichtet ihm noch bei. Caches machen Arbeit und ich wäre undankbar und man könnte das NA-log nicht nachvollziehen. Realitätsfremde Selbstdarstellung wird mir unterstellt. Es wird mir entgegnet wenn man diese Caches bemängelt, so müsste man 50% aller Tradis NA loggen und das wäre lächerlich.
“Sicher entstehen schon mal Spuren beim Cachen.” – Ist mir neu das beim Cachen Spuren entstehen sollen bzw. müssen, die Flora und Fauna soll nicht beschädigt oder gestört werden. Wenn ich mehrere Meter in den Wald laufen muss, ohne ersichtlichen Grund, dann ist das nicht in Ordnung! Wäre dort ein Brunnen, ein Denkmal oder ähnliches könnte man es es verstehen. Aber nicht eines PET-lings wegen!
Es wird mir weiter unterstellt die Dosen wären zu einfach, weil es einfache Tradis im Wald sind. Der Einfachheit halber wären sie für mich daher sinnlos. Das lasse ich jetzt unkommentiert.
Cacher, welche meine NA-Meinung nicht teilen, bemängeln die Unzugänglichkeit des Geländes. Sowohl mit Kinderwagen als auch mit Familie. Kurios ist nur, dass ich genau das aufgezeigt und gemeint habe. Aber angeblich sind ja alle Caches “in der nähe vom Weg”!
Ebenso wird sich von meinem Log distanziert, jedoch zu Bedenken gegeben das aufgrund der steigenden Anzahl von Neu-Cachern eine Waldumgestaltung unvermeidbar ist und entsprechend über Spoiler nachgedacht werden sollte. Um zusätzliche Wegpunkte, um nicht quer durch den Wald laufen zu müssen wird gebeten.
Die Caches liegen sinnlos, ohne ersichtlichen Grund mitten im Wald. Dagegen wird argumentiert das man einen schönen Tag im Wald verbracht hat und das wäre Grund genug. Die Caches haben keinen Bezug zum Wald und haben nicht wirklich einen passenden Hintergrund.
Ich habe in meinem Log erwähnt das die Coords springen, was im Wald ja völlig normal sei. Das hin und her laufen und dem damit verbundenen peilen hinterlässt Spuren. Komisch das bei anderen die Koordinaten auf den Meter genau waren. So ein genaues GPS-Gerät hätte ich auch gerne
Auf meine Aussage, dass ich unter den ersten 10 Besuchern war und ich deutliche Suchspuren gesehen habe, wird mir entgegnet das es ausschaut wie in einem normalen Wald. Komisch in einem normalen Wald wird glaube ich kaum das Moos von jedem Baumstamm gerissen um zu schauen ob dort ein PET-ling liegt.
Achja das die Caches gegen die Guidelines verstoßen wird nochmals belächelt und als Falschaussage betitelt. Die Gründe habe ich sowohl in meinem Log als auch hier genannt. Ich denke das ist eindeutig.
Auch wird der Wald als öffentliche Spielwiese eingestuft in dem man machen kann was man will. Es wird bezweifelt das der Wald im Privatbesitz ist oder gernerell überhaupt einen Besitzer hat, welchen man um Erlaubniss fragen sollte wenn man einen Cache auslegt.
Mit abstrusen Vergleichen zu Pilzsuchern und spielenden Kindern wird argumentiert. Die Caches sind aktuell 6 Tage veröffentlicht und die beiden mit der höchsten Fundzahl haben 17 Besuche zu verbuchen. Ich glaube kaum das pro Tag 3 Kinder oder Pilzsucher immer die selben Wege beschreiten. Um es klar zu stellen, ich habe nicht die Absicht Geocaching in einem Waldgebiet zu untersagen oder untersagt zu bekommen.
Ich frage mich wer hier realitätsfremd ist?! Vermutlich ich, der nach wie vor an seinem NA-Log festhält.
Der Owner löscht eines meiner NA-Logs und mein Fundlog. Er hat es nicht gern wenn ein Fund gezählt wird und man sich dann über seine “beschissenen” Dosen beschwert. Mir wird zur Wahl gestellt es selbst zu löschen oder er löscht es. In Zukunft soll ich auch die Finger von seinen “beschissenen” Dosen lassen. Ich habe mich unter Zeugen in das Logbuch eingetragen also werde ich auch online loggen und wenn es 1000 mal sein muss. Hier geht es mir um das Prinzip.
Ich habe den Eindruck er bezieht alles auf sich selbst und auf seine gesamten Dosen die er gelegt hat. Ich habe ein paar davon bemängelt nicht alle. Weder habe ich ihn persönlich beleidigt noch kenne ich ihn.
Grundsätzlich wäre ich auch nicht davon abgeneigt gemeinsam eine verträgliche Lösung für alle zu finden. Jedoch scheint es da Probleme zu geben. Vermutlich mit seinem Ego.
Das Vogtland hat in letzter Zeit nicht die beste Presse gehabt. Dafür kann/können der/die Owner nichts. Jedoch muss es nicht noch mehr sein.
Nun kommen sicherlich die Fragen auf warum ich mich nicht zuerst mit dem Owner in Verbindung gesetzt habe. Das hätte ich sicherlich, wenn in dem Fall nicht die Entscheidungskraft eines Reviewers notwendig wäre. Wegen Kleinigkeiten logge ich sicher kein NA.
Mein Handeln wäre unfair. Wir spielen hier ein Spiel, bundesweit, weltweit. In dem Spiel gibt es Regeln und auch gewisse Verhaltensweisen die man einhalten soll. Wird gegen diese verstoßen so muss man dies bemängeln und aufzeigen.
In welcher Form auch immer. Wir als Mitglieder haben es in der Hand was wir aus diesem Hobby machen und in wie weit uns der Gesetzgeber reguliert. In Rheinland-Pfalz beginnt es mit der Archivierung aller Untergrundcaches und in diversen Wäldern gibt es bereits ein Geocachingverbot. Das könnte man fortführen.
Solange wie ich Caches finde, welche unser Hobby negativ beeinflussen aufgrund von Verstößen, werde ich diese aufzeigen. Ich will diese Freizeitbeschäftigung weiter betreiben und werde vermeiden das sie andere Cacher und Owner diese bewusst in Verruf bringen!
Entäuscht bin ich von der lokalen Community, die größtenteils alle wunderbar in das selbe Horn blasen und die Schuld bei anderen suchen. Speziell in diesem Fall bei mir. Regelwidriges (Wobei ich nicht 100% auf die Einhaltung der Guidelines plädiere) Verhalten wird geduldet und gerechtfertigt. Das stinkt mir! Ihr macht unser Hobby somit kaputt!
Ich habe bewusst in diesem Artikel keine Namen und oder Cache-Verlinkungen aufgenommen. Wer diese finden will, findet diese auch so. Ich will nicht noch mehr das Feuer schüren. Das mache ich mit dem Artikel wahrscheinlich trotzdem. Bewusst, unbewusst und höchstwahrscheinlich.
Mir liegt es fern mich als Moralapostel aufzuspielen – das ist nicht meine Absicht. Doch bei derartigen Reaktionen und dem damit verbundenen Ärger ist dies hier ein Medium um Druck abzubauen.
Nach der Veröffentlichung erwarte ich einen ordentlichen Shitstorm. In Form von Kommentaren und wahrscheinlich auch wüsten Beleidigungen, weil das zivilisierte Menschen so machen. Ich bin bereit
Meine Aktionen, in Form von Log-Einträgen oder Blog-Artikeln, mache ich des Spieles und der Natur wegen! Nicht wegen Einzelpersonen oder Caches. Ich hoffe das ist klar! Ich denke, dass das noch lange nicht das Ende ist sondern eher ein Anfang. Es könnte gut möglich sein das es hier eine Fortsetzung gibt
Danke für’s lesen!
Gruß true–blunt
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